Hallo Rheinland. Hallo Reusrath.

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Ich habe relativ bewusst den Blog ein paar Tage, eher zwei Wochen ruhen lassen.

IMG_1083Unterwegs gab es so viel zu sehen und zu verarbeiten. Es ist doch mehr passiert unterwegs, als ich, als die meisten wohl dachten.

Viele haben vorher gesagt, dass ist nicht zu schaffen, keiner kann 10 Marathons am Stück laufen. Durch meine Verletzung konnte ich das Gegenteil auch nicht beweisen und das ärgert mich. Ich habe den Abbruch in den zwei Wochen auf Amrum sehr gut abhaken können und für mich ist das Projekt dadurch nicht gescheitert, ganz im Gegenteil. Dazu später mehr.

Ramona Richtiger aka. "ASICS Frontrunners' Karla Kolumna" hat es schön betitelt:

"Wie aus Roman's Solo-Ritt eine Massenmobilisierung wurde..."

IMG_1059#roadtoamrum war für mich ein Projekt um an und über meine persönlichen Grenzen zu gehen. Heißt auch, selber damit klar zu kommen, wenn ich alles abbrechen muss, aus welchen Gründen auch immer. Ich habe meine Grenzen kennengelernt. Vor allem meine Vernunftgrenze und meine Schmerzgrenze. Ziel erreicht?

Meine Vernunftgrenze habe ich zum Teil überschritten, als ich bewusst mit nicht diagnostizierten Schmerzen im Fuß weitergelaufen bin, über 80 Kilometer.
Meine Schmerzgrenze war nicht etwa beim Laufen erreicht, sondern am Pausentag. Auf dem Weg in die Bremer Innenstadt, als ich vom Hotel zum Bahnhof (500m Entfernung) vor Schmerzen nicht mehr auftreten konnte und mir schnell klar wurde, da muss ich jetzt durch: Ab ins 13177350_1131364530261190_991951906565483343_nKrankenhaus. Und auf dem Weg dorthin war mir schon sehr bewusst, dass es nicht mehr weiter geht, das #roadtoamrum zu #roadtobremen mutierte.

Es war bis dahin eine tolle Erfahrung, jeden Tag einfach loszulaufen, mit bekanntem Ziel, aber unbekanntem Weg.

Spannend. Aufregend. Interessant. Durchgehend!

240 Kilometer habe ich zurückgelegt. Mehr als ich jemals in 5 Tagen gelaufen bin und vermutlich auch so schnell nicht mehr laufen werde.

Naja und dann kam der Knaller. Ich entschied mich dazu, mit der Befürchtung, niemand würde verstehen was ich vorhabe oder kaum jemand würde mitmachen, alle Leser, Follower, Freunde usw. darum zu bitten die restlichen Kilometer für mich zu sammeln.

13164469_1105649136143390_6625540652926232852_nAm ersten Abend schickten mir einige wenige knappe 60 Kilometer zu. OK dachte ich, das ist ja schon cool für einen Abend. Damit komme ich sogar auf Amrum an. Was dann passierte, habe ich einfach immer noch nicht verstanden:

Am nächsten Tag, hatte ich 60 Kilometer schon morgens gesammelt. Mittags waren es über 100 und Abends weit über 300 Kilometer. Wie zum Teufel?! Egal. mal sehen was draus wird.
In den folgenden Tagen bis Donnerstags, an dem mein Ziel die Fähre nach Amrum war habt ihr einfach mal so locker flockig über 900 Kilometer gesammelt und ich sitze virtuell plötzlich nicht mehr auf der Fähre, sondern in Norwegen 😉

IMG_1226Das hat mich echt geplättet, nicht nur mich. Auf Amrum hatte ich natürlich ganz viel zu berichten, alten Freunden und neuen Freunden, tollen Leuten, die ich nur durch diese Aktion kennengelernt habe (Danke übrigens für den Massage-Gutschein, ich hab es genossen)

Und das war es eigentlich was ich in diesem Text nochmal erzählen wollte. Egal, ob ich 11 Tage oder 5 unterwegs war, egal ob ich Kajak gefahren bin um mich sportlich zu betätigen, aber das was ich persönlich an Erfahrung daraus mitnehmen kann, wird mir niemand mehr nehmen, die Leute die ich unterwegs oder durch die Aktion kennengelernt habe, den Beweis, dass Laufen geil ist und den Spaß den wir unterwegs hatten nimmt mir auch niemand mehr.

13165977_1064707800271051_1075451443188111970_nMich erreichten zwischendurch Nachrichten von Leuten, die sich bedankt haben für die Aktion, zum einen weil wir gemeinsam dadurch anderen helfen konnten, vor allem aber und darauf bin ich mega stolz, weil sie sich dadurch haben motivieren lassen (wieder) laufen zu gehen. Nachrichten von Leuten, von denen ich niemals erwartet habe, dass sie das überhaupt interessiert, Nachrichten von Leuten von denen ich Ewig nichts gehört habe und Leute aus Amerika, England, Holland, München, Berlin, Hamburg, Bremen, Münster, Hannover.. eigentlich überall her. Das war cool.

IMG_1053Bevor hier keiner mehr weiter liest, beende ich das jetzt mal.

Danke für den Support, ich werde diesen Blog am Leben erhalten und von meinen Läufen und Projekten berichten.

Projekte? =) Ja ich hab mir schon was neues einfallen lassen, um genau zu sein, sind es aktuell 3 Projekte an denen ich arbeite..

Ach und noch was: ich habe wieder angefangen zu trainieren. Wenn ich auf niedrigem Niveau und mit Vorsicht. ABER am 19.06. laufe ich definitiv den EVL Halbmarathon mit, das wird körperlich funktionieren!

ROMAN.

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